Das Salz des Lebens

von | Jul 4, 2016 | 0 Kommentare

Vor Millionen von Jahren war die Erde – der blaue Planet – völlig mit Wasser, dem Salzwasser der Urmeere bedeckt. Im Laufe der Zeit verdunstete ein Teil davon und es entstand festes Land. Aus dem Meerwasser, einer natürlichen Sole (Wasser/Salz Gemisch) entstand Leben. Das Fruchtwasser indem nach wie vor unser heutiges Leben entsteht und unser Blut sind ebenso Solelösungen.

Die Wissenschaft macht keinen Unterschied zwischen der Wirkung von raffiniertem Kochsalz und Natursalzen. Aus ganzheitlicher Sicht gibt es jedoch große Unterschiede, die sich auch bei den kinesiologischen Testungen im meiner Praxis immer wieder zeigen.

Abgesehen davon, dass Salz einfach viele Speisen erst so richtig schmackhaft macht, ist es auch ein lebensnotwendiger Mineralstoff. Es sorgt u.a. für die Leitfähigkeit der Nervenbahnen, reguliert unseren Flüssigkeits- und Hormonhaushalt und ist an der Muskeltätigkeit beteiligt.

Schon im Altertum war man sich der Bedeutung von Salz bewusst, damals auch als „weiße Gold“ bezeichnet. Es wurden etliche Kriege geführt um sich die Rechte an Salzvorkommen zu sichern. Soldaten ließen sich lieber mit Salz als mit Gold bezahlen – daher kommt übrigens der Begriff „Salaire“. Das hochwertige Steinsalz war früher nur dem Adel zugängig und wurde auch als Königssalz bezeichnet.

Wie so oft, macht die Dosis und die Qualität den Unterschied. Der Tagesbedarf liegt bei 3-6 g. Durch verarbeitete Nahrungsmittel nehmen die Menschen der westlichen Welt an die 19 g zu sich, und zwar vom raffinierten Kochsalz. Das kann bekanntlich den Blutdruck erhöhen, zu Nierenbelastungen führen und Ödeme (Wasseransammlungen) begünstigen. Natursalz ist jedoch in Maßen verwendet, ein wunderbares Heilmittel. Durch seine entzündungshemmende Wirkung kann es vielseitig eingesetzt werden. Nasen oder Mundspülungen fördern Reinigung und Entgiftung. Sole-Inhalationen helfen bei Atemwegserkrankungen u.vm.

Kochsalz versus Natursalz

Unser „Kochsalz“ ist raffiniert, es enthält von den ursprünglich 84 Elementen nur noch zwei, nämlich Natrium und Chlorid (Kochsalz = NaCl). Bei der Raffination wird das Natursalz industriell „gereinigt“ indem es in Wasser gelöst, eingedämpft, raffiniert und gebleicht wird. Anschließend wird es mit künstlichen Zusatzstoffen wie Rieselhilfen u.a. aus Aluminiumsilikaten versehen. Durch den Verlust seiner natürlichen Struktur verliert es seine positiven Eigenschaften und hat somit rein gar nichts mehr mit dem von Mutter Erde gegebenem, lebensnotwendigen Mineralstoff zu tun.

Übrigens landen heute nur ca. 3 Prozent des abgebauten Salzes in der Küche. Der Rest wird für industrielle Zwecke genutzt.

Echtes Natursalz besteht aus 84 Elementen. Seine kristalline Struktur ist in der Lage Sonnenlicht, also pure Energie in Form von Lichtquanten einzubinden und zu speichern. Durch seine Leitfähigkeit gewährleistet es den Transport von Zellflüssigkeit und sorgt für einen ausgewogenen Elektrolythaushalt.

Natürliches Meersalz wird durch Trocknung von Meerwasser gewonnen. Es hat, wenn es naturbelassen ist, meist eine leicht graue Farbe und durch seine Restfeuchte von fünf bis acht Prozent kann es klumpen. Achtung: im Supermarkt angebotenes, billiges Meersalz ist raffiniert und KEIN Natursalz mehr!

Ursalz/Steinsalz entsteht durch eingetrocknete Meere in den Tiefen der Erde und wird in Bergwerken abgebaut. Es ist also ebenfalls ein seinem Ursprung ein Meersalz.

Himalaja-Kristallsalz ist ebenfalls ein Steinsalz mit den gleichen Eigenschaften. Es stammt zum größten Teil aus Pakistan und Polen. Die charakteristische rosa Färbung erhält dieses Salz durch Eisenoxid.

Es lohnt sich also unserer Gesundheit zu liebe zum etwas teureren Natursalz zu greifen! Ich persönlich habe für meine eigene Sole ein paar Salzsteine aus dem Reformhaus in einer hübschen Karaffe mit Wasser. Mit dieser Sole koche ich und da das Salz ja schon aufgelöst ist, kann man es auch gut zum Nachwürzen verwenden. . Ich hab´s noch nie gezählt, aber ich schätze einmal, dass ich mit einem sicher länger als ein halbes Jahr auskomme.

Mit Natursalz lässt sich in der kreativen Küche auch herrlich experimentieren. Als Geschenk oder für den Eigenbedarf – geht schnell und ist günstiger als fertig gekauft. Außerdem weiß man dann, was drinnen ist!

Kräuter-Basis-Salz: 3 Teile frische Kräuter wie Bärlauch, Kresse, Liebstöckel, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Liebstöckel, Thymian, Estragon, Kerbel etc. etwas Zwiebel od. Chalotten. Kräuter fein schneiden und mit dem groben Salz (3 Teile) in der Mühle mahlen. In Schraubgläsen abfüllen und gut andrücken. In den Kühlschrank stellen und regelmäßig rühren. Man kann es auch trockenen lassen

Blaues Salz: 100g grobes Natursalz und eine Hand voll blauer Stiefmütterchenblätter. Die Blätter auszupfen und grob hacken. Das Salz behutsam mit einer Gabel daruntermischen. Im Kühlschrank mehrere Tage ziehen lassen, das Glas regelmäßig schütteln. Anschließend mahlen, trocknen lassen und evtl. nochmal mahlen. Kühl und dunkel lagern.

Wohl bekomm´s!

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